Leipzig 2014


Paddelfestival Makrelenberg 2014

Es ist erst Mai doch wir sind zum Paddeln nach Leipzig gepilgert. Das einzige deutsche Paddelfestival öffnet zum zweiten Mal seine (Flut-)Tore und das lassen wir uns natürlich nicht 2x sagen. So weit im Osten haben wir wohl noch nie gepaddelt. Nach endloser Anreise über die Autobahnen der Bundesrepublik kommen wir gegen späten Nachmittag dann in Markkleeberg an. Einem winzigen Örtchen direkt an einem alten Braunkohle-Fördergebiet. Der Wildwasserpark, der hier erst seit kurzem steht, wurde direkt in einen gefluteten Tagebau hineingesetzt. Wir übernachteten auf einem kleinen Zeltplatz oberhalb der Anlage und mussten noch einen Tag auf die Aussteller warten, die am Samstag dann jede Menge Testboote zur Verfügung stellten.

Am nächsten Tag angekommen schnappten wir uns das bereits Bekannte – Prijon Boote. Für unser Können wohl auch die richtige Wahl. Ab ging es auf den Rundkurs, der mit zwei Strecken so wohl etwas für wirkliche Anfänger als auch für richtige Profis zu bieten hatte. Es begann mit 8 m Wasser auf dem kleineren Kanal und stieg auf 14 m unter Volllast auf dem Großen. Abgesichert wurde vom Veranstalter, sodass auch wir uns auf Wildwasser II-IV austoben konnten.

Anschließend wurden etliche Boote geleert und Kehrwasser befahren. Auch einen alten Paddelkollegen aus Elmshorn trafen wir wieder, der uns gleich noch ein bisschen mit der Technik half.

Durch das Förderband, mit dem man vom Ende der Strecke zurück an den Start gefahren wurde, gaben wir nicht so schnell auf und testeten noch weitere Boote von Spreu und Pyranha. Auch kleine Schwimmhilfen von Fluid wurden geprüft, allerdings als unnötig abgestempelt. Bis auf einen zerkrazten Helm (hat gut funktioniert!) und einen verloren gegangenen Veit im Aufblas-Kanadier verbrachten wir den ersten Tag dann auch ohne große Komplikationen.

Abends ging es dann noch zum Essen in das anliegende Mini-Restaurant mit freundlicher Küche, was man leider von der Bar in der Hauptanlage nicht behaupten kann. Bei Flutlicht konnten wir uns dann noch eine „Boater Cross“ anschauen, bei der mehrere Paddler auf Zeit den Hauptkanal herunter fuhren. Der Gewinner bekam ein nagelneues Wildwasserboot geschenkt. Dafür waren wir aber noch nicht gut genug. Den nächsten Tag verbrachten wir dann wieder mit Zuschauen – das zusammen leihen von Ausrüstung war einfach zu anstrengend. Im nächsten Jahr müssen wir genug davon mitnehmen! Denn das steht fest, Lust haben wir auch 2015 nochmal nach Leipzig zu fahren. Das Paddelfestival kann man empfehlen!

(Sandro)